4064 – Post Human Resources

4064 – Post Human Resources
Eine newtopische Gesellschaftsstudie

Acryl auf Holz
Einzelstücke

----
Wir schreiben das Jahr 4064. Die Post-humane Ära bestimmt und prägt Leben und Arbeit auf dem Planeten Erde. Über hunderte von Jahren haben sich auf der Erde Lebensformen gebildet, die weniger anspruchsvoll sind, sich jedoch den Bedingungen auf der von Klimawandel und Stickoxiden stark veränderten Erde besser angepasst haben. Fossile Brennstoffe, Kohle und Öl gibt es seit vielen hunderten Jahren nicht mehr und die Energie zum Leben und Arbeiten wird aus neuen Quellen gewonnen – wie zum Beispiel aus Taiforkanados oder aus den jovianischen Planeten.

Auch die Berufe haben sich durch die Veränderungen der Erde, ihrer Bewohner und der umgebenden Umwelt bedeutend geändert.

Durch die harten Bedingungen auf dem irdischen Planeten haben sich die stark reduzierten Erdenbewohner zum Teil selbst optimiert, zum Teil aber haben sie sich durch kluge Selektion und Weiterentwicklung angepasst.
Schon im frühen 19. Jahrhundert wurden Experimente mit künstlichen Intelligenzen und Superoptimierung an Menschen vorgenommen und führten – streng geheim gehalten – ab dem Jahr 3002 schließlich zu einem ersten, bahnbrechenden Erfolg.

In der Ausstellung wurden die sechs wichtigsten Personen aus der Hochzeit des Rektifizierungszeitalters im Jahre 4064 vorgestellt.

Brutrektifizierer (Format: 30 × 40 cm)

Geschlecht / Spezies: neutral / KI – supersensorischer humanoider Roboter
Beruf: Brutrektifizierer
Spitzname: Pam
Bereich: Superoptimierungsgenetik und Rektifizierung
Aufgabe: Optimierung und Resampling genetischer Anlagen bei Neugeborenen mit resthumanen Eigenschaften
Modell: BRFZ-60; Bj. 4058
Besonderheiten: Erster Brutrektifizierer mit energieeffizienter magnetoplasmadynamischer Antriebsquelle (MPDA)

 

Vogesischer Hydrogen-Aspirator (Format: 50 × 67 cm)

Geschlecht / Spezies: neutral / semihumanoide KI
Beruf: Hydrogen-Aspirator
Spitzname: L. H. 2 Cool For Earth
Bereich: Energiegewinnung
Aufgabe: Kumulation von Wasserstoff mit Hilfe von plasmaaktivem Exo-Schwamm
Reichweite: irdisch; joviale Planeten
Besonderheiten: Künstliche Augen im Aufbereiter sind ein Add-On und können je nach Modell variieren. Sie erfüllen keinen Sehzweck im herkömmlichen Sinne, können aber als Wasserstandsanzeige verwendet werden; Wegen der großen Drucklast besteht der Aufbereiter aus einer artifiziellen Superdiamantschicht (SDS 4)

 

Plasmatiker (Format: 55 × 70 cm)

Geschlecht / Spezies: männlich o. weiblich / Superoptimierter, resthumaner Organismus
Beruf: Plasmatiker
Spitzname: Strahlemann
Bereich: Energiegewinnung
Aufgabe: Produktion und Kumulation von ultraeffektivem, quasineutralem Plasma
Arbeitsbereich: irdisch
Besonderheiten: Die Oberfläche (Haut) des Plasmatikers wurde bei der Brutrektifizierung mit Wurtzit-Boronid 2.2 optimiert, so dass sie Temperaturen von bis etwa 10*7K aushält.  Extreme Hitze und Helligkeit wirken sich allerdings oft auf humanoptimierte Augen aus (Eintrübung der Pupille)

 

Botanicaera (Format: 62 × 70 cm)

Geschlecht / Spezies: weiblich, neutral / Superoptimierter, resthumaner Organismus
Beruf: Photosynthetiker
Spitzname: Flora
Bereich: Rekonstruktion und Wachstum
Aufgabe: Betreiben der oxygenen Photosynthese zur Erzeugung von molekularem Sauerstoff für eine Neubildung höherer Lebensformen und deren Erhaltung
Arbeitsbereich: irdisch
Besonderheiten: Superoptimiertes Chlorophyllkleid kann rund 14 Kilogramm Sauerstoff produzieren (8 Stunden atembarer Sauerstoff für 400 Menschen aus aus der Zeit von 2000 – 3006); Maske dient als Schnellerkennung im Grünen Bereich.

 

Kamu Flahr (Format: 39 × 48 cm)

Geschlecht / Spezies: neutral / Superoptimierter, semihumanoide KI
Beruf: Informant / Spion / Vermittler
Spitzname: Kamu Flahahaha
Bereich: Sicherheit und Information
Aufgabe: Berichterstattung über Ereignisse auf der Erde, sowie im interstellaren Bereich
Arbeitsbereich: irdisch; interstellar
Besonderheiten: besteht nur aus Rumpf und Kopf – kein Unterkörper vorhanden; bewegt sich durch die Luft gleitend fort; kann jedes Auge separat bewegen – Rundumblick von 360 Grad (wirkt daher auf humanoide KIs daher belustigend – s. Spitzname); Sehkraft vierzig Mal stärker als bei einem Raubvogel aus der Zeit von 2000 – 3006; Meister der Tarnung

 

Schwebschiffe (Format: 104 × 83 cm)

Geschlecht / Spezies: neutral / Superoptimierte KI
Beruf: irdisch-interstellarer Kommunikator
Spitzname: Wurmfüßer
Bereich: Kommunikation
Aufgabe: Einfangen, Entschlüsselung und Weiterleitung von irdischen und außerirdischen Signalen
Besonderheiten: Durch das Schweben können die Schiffe Schall- und Mikowellen gleichmäßiger aufnehmen; Signalverarbeitung erfolgt in den „Wurmfüßen“; Wurmfüße entschlüsseln Signale mittels selbst produzierter Schwebschalllwellen (Wurmfüße werden schnell mit ratterndem Zittern bewegt) und übermitteln diese an alle aktiven Kamu Flahre; Schiffe schweben mit Helieon 12 – Befestigung daher zwingend